Wirksamkeit des Projektes
"TALK ABOUT" - Überblick
| Auftrag und Vorgehen
Die Fachstelle für Suchtprävention des Kantonalverbandes des Blauen Kreuzes Bern beabsichtigte mit ihrem Präventionsprojekt "TALK ABOUT", bei Kindern und Jugendlichen das Wissen über die mit dem Konsum von Alkohol verbundenen Probleme zu erhöhen und konsumkritische Werthaltungen zu fördern. Mit diesen Zielsetzungen sollten abstinent lebende Junge in ihrer Haltung bestärkt werden, während jene, die zum Zeitpunkt des Projektes bereits Alkohol konsumierten, zu einer moderaten Trinkweise angehalten werden sollten. Im Hinblick auf diese Zielsetzungen wurden vier verschiedene Teilprojekte durchgeführt. Eines dieser Teilprojekte, das die Erarbeitung von Wissen und die Vermittlung von Einstellungen im Rahmen eines gestalterischen Wettbewerbs zum Inhalt hatte, wurde einer Wirkungsevaluation unterzogen. Zu diesem Zweck wurden alle TeilnehmerInnen vor Beginn und nach Abschluss des Projektes zu ihrem alkoholspezifischen Sachwissen, zu ihren Einstellungen und zu ihrem Konsumverhalten befragt. Die Ergebnisse der beiden Befragungen konnten in 165 Fällen miteinander abgeglichen werden. Die |
eingetretenen Veränderungen
können Hinweise über die Wirkungen des Projektes abgeben.
Ergebnisse
Die beabsichtigte Stärkung positiver bzw. Schwächung negativer Einstellungen war insbesondere bei den abstinent lebenden Jugendlichen sehr erfolgreich. Im Gegensatz dazu konnten die vorhandenen Verbesserungspotentiale bei den Werthaltungen der moderaten KonsumentInnen kaum ausgeschöpft werden; zwei Drittel veränderten ihre Einstellungen gegenüber ihrem eigenen Konsumverhalten nicht. Die grössten Veränderungen ergaben sich bei den Risiko-Konsumierenden. Ein gutes Viertel von diesen entwickelte im Laufe des |
Projekts eines konsumkritischere
Einstellung. Demgegenüber steht aber eine etwas grössere Gruppe
(ein knappes Drittel) mit einem Abbau der eigentlich angestrebten kritischen
Distanz zum Risikokonsum.
Die vom Projekt ebenfalls angestrebte Stärkung des Widerstandes gegen Gruppendruck sowie die Ablehnung des Alkoholkonsums von Kindern und von Fahren unter Alkoholeinfluss stiessen bereits bei Projektbeginn auf viel Akzeptanz. Sie konnten bei einer substanziellen Gruppe der Befragten (15% - 30%) positiv verstärkt werden. Das Wissen über die Problematik des Alkoholkonsums verschlechterte sich im Laufe des Projekts bei der Mehrheit der teilnehmenden Jugendlichen. Einzig unter den Absolventen einer höheren Ausbildungsstätte (Gymnasium, Universität, Seminar) trat insgesamt keine Wissensverminderung auf. Bericht herunterladen (pdf, 1552 KB) |